Le Musiche Nove - Hasse at Home - Kantaten und Sonaten CD NEU OVP

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Beschreibung

Der persönliche und musikalische Weg des in Bergedorf bei Hamburg geborenen Johann Adolph Hasse (1699-1783) führte vom strahlenden Barock Alessandro Scarlattis zur Klassik im Stile Joseph Haydns, von Neapel nach Wien, von Dresden nach Venedig und vom französischen zum preußischen Hof; dabei entwickelte er sich nicht nur zu einem wahren Europäer im umfassendsten Sinn des Wortes, sondern auch zu einem meisterhaften Schöpfer italienischer und lateinischer Vokalmusik. Das Ensemble Le Musiche Nove unter der Leitung von Claudio Osele betritt mit seinem neuen Album diese faszinierende Welt von Hasse nicht durch das Portal der Opernhäuser, sondern über das häufig weit prächtigere Tor der herrschaftlichen Paläste und adligen Landhäuser. Le Musiche Nove hat hierfür noch zu entdeckende Kantaten und Arien von Hasse ausgewählt: Alle Werke außer der Cembalosonate erscheinen als Weltersteinspielungen, eine davon als Ersteinspielung auf historischen Instrumenten. Auch wenn Hasse in seinen Kantaten und Arien die musikalischen Formen der Oper übernahm, verliehen der spezifische Einsatz dieser Formen und der Aufführungsort diesen Werken einen ganz eigenen Charakter; die Nähe zum Zuhörer ließ jede kleinste expressive und klangliche Geste klar hervortreten. Das Musizieren in diesen kleineren Räumlichkeiten ermöglichte es den Komponisten zu experimentieren, zu theoretisieren und nicht zuletzt sich zu zerstreuen. Diese Musikkultur ist vor allem in den beiden hier zu hörenden Arien (auf Gedichte von Paolo Rolli) zu erkennen: "Dite almeno" und "Della noiosa estate". Die Begleitung der Stimme durch Kammerbesetzung (zwei Violinen und Basso continuo) gibt den Arien einen abgeschlossenen Charakter, womit sie als eine Art Vorboten des romantischen Lieds erscheinen. Eingedenk der Lehren Alessandro Scarlattis, zu dessen letzten Schülern er gehörte, blieb Hasse aber auch dem Kantatengenre treu. Signifikante Beispiele hierfür stellen die Kantaten "Clori mio ben" und "Perché leggiadra Irene" dar. Auf dem Album sind außerdem herausragende Instrumentalwerke von Hasse zu finden: Die Cembalosonate in G-Dur ist ein gelungenes Wechselspiel spätbarocker Formen mit den typischen Elementen jenes »galanten Stils«, der einen Gutteil des 18. Jahrhunderts bestimmte. Die Sonate für Flöte und Basso contunio Nr. 11 ist das herausragendste Werk aus der Sammlung "XII Sonate a flauto traversiere solo e basso...opera prima", die vielleicht die bedeutendste Zusammenstellung von Instrumentalwerken ist, die zu Lebzeiten von Hasse veröffentlicht wurde.

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